Internet Protokoll
Kapitel 2 - Grundlagen

Internet Protokoll

Das gegenwärtig wichtigste Protokoll zur Netzkopplung ist das Internet Protocol (IP). Die Hauptaufgabe des IP ist die netzübergreifende Adressierung, es verbessert jedoch kaum die Dienste der darunterliegenden Netze bzw. Schichten. IP arbeitet verbindungslos durch den Austausch von Datagrammen. Datagramme bestehen dabei aus Datenpaketen, versehen mit einem IP-header, der alle Informationen betreffs Länge, Überprüfungssummen, Sender- und Empfängeradressen und Protokollbezeichner enthält.

Sender- und Empfängeradresse werden in 32-bit-Feldern angegeben und bestehen aus einer Angabe des Netzes und des darin befindlichen Anschlusses (Rechner, host). Ein Datagramm besteht dabei aus einem IP-header und dem IP-Datenfeld. Der IP-header enthält unter anderem die Adresse des End- Empfängers. Falls sich dieser in einem anderen Netz befindet als der Sender, ist keine direkte Versendung möglich, stattdessen wird ein Router (im Internet wird dieser auch Gateway genannt) im eigenen Netz angesprochen, der die Weiterleitung der Informationen anhand sogenannter Routing- Tabellen (sinngemäß als Wegweiser zu anderen Netzen zu verstehen) übernimmt.