Transmission Control Protocol
Kapitel 2 - Grundlagen

Transmission Control Protocol

Das Transmission Control Protocol (TCP) ist innerhalb der Internet-Protokolle das verbindungsorientierte Transportprotokoll oberhalb von IP. Seine Funktionalität entspricht der eines ISO-Transportprotokolls der Klasse 4 der Transportschicht und wird angewendet, wenn der Dienst der darunterliegenden Schicht als nicht akzeptabel angesehen wird oder explizit verbindungsorientiert gearbeitet werden muß. Grundsätzlich bietet TCP folgende Funktionalität:

  • Auf- und Abbau von End-zu-End-Verbindungen zwischen adressierten Anwendungen
  • End-zu-End-Fehlererkennung und -behebung durch Prüfsummen
  • End-zu-End-Flußkontrolle
  • Sequencing (die darunter liegenden Netze müssen keine Sequenzerhaltung bieten, IP arbeiten mit Datagrammen)
  • Übertragung von Eildaten

    TCP bietet daher eine zuverlässige und reihenfolgeerhaltende Übertragung von Nutzinformationen. TCP geht von einer volumenabhängigen Tarifierung aus, eine Kostenoptimierung ist daher nicht realisiert. Geboten wird eine Übertragung eines Bytestroms, größere zur Übertragung generierte Informationspakete sind für die Anwendungen nicht erkennbar.

    Verbindungen zwischen zwei Kommunikationsprogrammen durch TCP/IP erfolgen dabei via sockets (Sockel). Diese sockets werden zumeist von einem TCP/IP unterstützenden Betriebssystem beim Aufbau der Verbindung realisiert und können von den Programmen mit den gleichen Methoden wie zum Zugriff auf Dateien benutzt werden. Sockets können geöffnet und geschlossen werden, von ihnen können Daten gelesen oder in sie geschrieben werden.